Feuerwehr Rauhenzell goes Brüssel

20.05.2025
Feuerwehr Verein
Pressemitteilung: Oberallgäuer reisen mit Maibaum nach Belgien und feiern dort Ein Maibaum aus Immenstadts Stadtwald verschönert die Bayerische Vertretung in Brüssel.

Wieder ziert ein Oberallgäuer Maibaum die Bayerische Vertretung in Brüssel (Belgien). Diesmal stammt der Stamm aus dem Immenstädter Stadtwald. Aufgestellt hat ihn die eigens angereiste Feuerwehr Rauhenzell mit sogenannten Schwaiberln (lange Stützstangen). Zu der etwa 35-köpfigen Gruppe im Reisebus zählten auch Dörfler Musi, Alphornbläser und Bürgermeister Nico Sentner. „Ihr habt dieses Fest erst möglich gemacht – vergelt's Gott“, dankte Bayerns Europaminister Eric Beißwenger (CSU) den Musikern und Feuerwehrlern aus Rauhenzell.

Beißwenger begrüßte zum Fest in Brüssel fast 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Im Innenhof der Bayerischen Vertretung wurde der Maibaum von der Freiwilligen Feuerwehr und unter Mithilfe von Bürgermeister Sentner bei bayerischer Musik und traditionellem Essen aufgestellt. Für Stimmung sorgten dort auch die Immenstädter Musiker. „Die ganze Truppe kam total sympathisch rüber“, beschrieb danach ein Sprecher der Staatskanzlei die Feier.

Auch den Immenstädtern habe das Fest gefallen, schilderte Sentner unserer Redaktion „einen sonnigen Tag mit herrlichem Wetter“. Es sei für die Feuerwehr und für ihn selbst etwas Besonderes gewesen. Dazu kam ein Rahmenprogramm unter anderem mit Besichtigung von EU-Parlament, Bayerischer Vertretung und Stadtführung. Voraus gegangen war eine etwa zehnstündige Anfahrt. Ältester Teilnehmer war laut Sentner der Alphornbläser Robert Kennerknecht (78). Und unter den Feuerwehrlern war auch die aktuell einzige Feuerwehr-Frau der Rauhenzeller.

Gefordert war auch das Technische Hilfswerk (THW) Sonthofen, das sich um den Transport des Maibaums kümmerte. Kosten wie Kraftstoff und Hotelübernachtungen übernahm die Bayerische Vertretung. Den mit Spitze etwa 14 Meter langen Maibaum spendierte Sentner.

„Der Maibaum in der Bayerischen Vertretung ist ein starkes Zeichen bayerischer Identität mitten im Zentrum Europas“, sagte Minister Beißwenger. Man hoffe, dass in der EU noch mehr Bayerngeist weht – vor allem bei der Entbürokratisierung. Der Maibaum stehe „als Symbol für unsere Kultur und unsere Werte sowie unsere tiefe Verwurzelung in einem Europa der Regionen“. Europas Stärke sei seine Vielfalt. Beißwenger nannte den Maibaum ein Symbol des Miteinanders, des Zusammenhalts und der Gemeinschaft.

Fruchtbarkeit und Lebensfreude

Bürgermeister Sentner sagte zudem, ein Maibaum drücke auch den Stolz auf die eigene Gemeinde, auf Handwerk, Vereine und Ehrenamt aus. Der Maibaum stehe auch für Fruchtbarkeit, Lebensfreude und die Erneuerung der Natur. Sentner: „Wer in seiner Heimat verwurzelt ist, kann mit offenem Blick und sicherem Stand in die Welt hinausgehen.“

Hier findet sich die Bayerische Vertretung in Brüssel

Der Brüsseler Maibaum hat laut Staatskanzlei Tradition: 2008 ließ der damalige Europaminister und heutige Ministerpräsident Dr. Markus Söder den ersten Maibaum in der Bayerischen Vertretung aufstellen. Seitdem lockt die Veranstaltung Jahr für Jahr hunderte Besucher ins ehemalige Institut Pasteur. Dort, in unmittelbarer Nachbarschaft des Europäischen Parlaments, ist die Vertretung des Freistaats Bayern bei der Europäischen Union seit 2004 beheimatet.